Donnerstag, 26. August 2021

Tag 13: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe bis Bruck an der Großglocknerstraße

Die (verkürzte) Königsetappe:

Es geht noch kühler. Eh klar, ich hab in den Bergen übernachtet. Mein Thermometer zeigte in der Früh 4 Grad an! Aufgelockerte Bewölkung. Genau, was ich mir erhofft hatte. Mein Rad war über Nacht in meinem Zimmer (das übrigens richtig geräumig war). Da das Haus an den Hang gebaut ist, gelangte ich gleich direkt aus dem zweiten Stock, in dem die Zimmer sind, auf den Wanderweg und auf eine kleine Auffahrt von der Gletscherstraße. Einen letzten Blick auf den Glockner und das Panorama gönnte ich mir noch, bevor ich losfuhr.


Danach ging es erst einmal bergab. Und wie! Dick eingemummt mit Softshelljacke, Jacke, geschlossenen Handschuhen, Schlauchschal (beim Bergabfahren wird es einem immer ganz besonders schnell kalt) rauschte ich die 8 km lange Gletscherstraße bis zum Kreisverkehr Guttal.


Eine Schicht verstaute ich wieder in meiner Packtasche, machte ein paar Minuten Pause, holte tief Luft. Und von nun an ging's bergauf auf der Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße. Auch heute war ich nur anfangs fast alleine unterwegs. Das änderte sich sehr bald.

Beim Wallackhaus machte ich einen Zwischenstopp. 30 kg Gesamtgewicht (Fahrrad plus Gepäck) hängen sich ordentlich an. Ich merke das Gewicht bei jedem Anstieg. Und der Anstieg vom Guttal zum Hochtor hat immer wieder Abschnitte mit um die 13 % Steigungsgrad!



Nach einem kurzen Stopp fuhr ich die restlichen 200 Höhenmeter bis zum Hochtor durch, dem kärntnerischen Pass an der Großglockner Hochalpenstraße. Das Thermometer auf dem Tunnelportal zeigte 6,6 Grad an.



Weiter ging’s an der Fuscher Lacke und dem Mankeiwirt vorbei:

























Die Fuscher Lacke ist ein kleiner Gebirgssee und eines der Naturjuwele an der Großglockner Hochalpenstraße.

Anschließend ging es noch einmal bergauf (166 Höhenmeter) zum Fuscher Törl, dem salzburgischen Pass an der Großglockner Hochalpenstraße.


5,2 Grad zeigte das Thermometer an. Die Berge waren ein wenig wolkenverhangen. Aber Hauptsache es regnete nicht, so wie die Wetterprognosen ursprünglich gelautet hatten!





Hier beschloss ich ganz unorthodoxerweise, zu Fuß auf die Edelweißspitze zu gehen und meine 30 kg am Parkplatz beim Restaurant Fuscher Törl stehen zu lassen. Eine Freundin meinte, es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand zu Fuß auf den Glockner geht, um dann mit einem fremden Fahrrad runterzufahren. Sie hatte Recht :-) Mein Rad war nach der Wanderung noch immer am gleichen Platz. Und auch meine Packtaschen waren unberührt.















Von nun an ging's auf der salzburgischen Seite bergab. Die Wolken wurden allmählich dunkler, die blauen Flecken am Himmel verschwanden. Trotzdem konnte ich die Abfahrt nach Ferleiten und weiter nach Bruck an der Großglocknerstraße genießen.















Die heutige Etappe war anspruchsvoll und anstrengend, aber die Krönung meiner Tour :-) Es ist ein Erlebnis, in den Bergen mit dem Rad zu fahren, das Gebirge zum Greifen nahe zu sehen. Die Straße selbst ist ein gigantisches und beeindruckendes Bauwerk. Nur die vielen Autos und Motorräder haben ein wenig gestört.

Bruck an der Großglocknerstraße erreichte ich um 15 Uhr und suchte gleich mein Hotel auf. Mein Hotel ist direkt an der Glocknerbrücke, dem Beginn der Großglockner Hochalpenstraße. Hier an der Brücke steht der Kilometerstein mit der Markierung "0". Kurz nach meiner Ankunft im Hotel begann es zu regnen. Timing ist alles :-)


Gesamtstrecke 51,53 km
Zeit in Bewegung 4 h 08'
Gesamtzeit 7 h 22'
Temperatur in der Früh 4 °C, am Berg um die 5-6 °C, in Bruck bei meiner Ankunft um die 17 °C
anfangs aufgelockert bewölkt, am Nachmittag zogen immer dichtere Wolken auf

Summe aller Steigungen: 979 m
Höhe Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: 2.369 m ü NHN
Höhe Bruck: 758 m ü NHN

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