Innsbruck bis Ischgl:
Ich fuhr heute bei leichtem Regen los. Einmal um den Häuserblock, und ich war wieder am Inntalradweg. Im Laufe des Tages wurde es immer trockener, die Regentropfen machten sich rar, ich sah sogar blaue Flecken am Himmel. Aber dann holte mich der Regen doch noch einmal ein.
Trotzdem war es wieder ein Genuss, auf dem Inntalradweg zu fahren. Ich fuhr meistens nahe am Inn entlang, teilweise war ich auf Waldabschnitten unterwegs. Bis Landeck ging es fast flach dahin, ich gewann nur wenig an Höhe.
Nach etwa 50 gefahrenen km begann mein Rad auf einmal zu quietschen. Ich fuhr dahin wie die Feuerwehr. Wenn ich schneller fuhr, war das Quietschen lauter, wenn ich langsamer fuhr, war es leiser. Sehr seltsam! Ich blieb stehen und ging der Sache auf den Grund. Das Geräusch kam von meinem hinteren Reifen oder besser gesagt von unterhalb des Kotflügels. Ich suchte alles ab, fand allerdings nichts. Ein Radfahrer blieb stehen und fragte mich, ob ich Hilfe brauche. Ich erklärte ihm mein Problem Er suchte ebenfalls alles ab und wurde fündig. Der hintere Kotflügel hatte eine Kabelführung auf der Innenseite (für die Kabelverbindung, falls man Dynamo-Licht verwendet), die sich zu lösen begann. Und da es immer wieder regnete, hatten sich Gras, kleine Astln und ähnliches verheddert. Und das streifte an meinem Reifen. Er ließ die Luft aus meinem Reifen (HILFEEEEE! Das muss ich ja wieder aufpumpen!), um besser unter den Kotflügel greifen zu können. Er nahm eine kleine Zange aus seinem Werkzeug und begann, das Gewirr Stück für Stück herauszuziehen. Mit ERFOLG! Alles weg, alles sauber, und das Quietschen war ebenfalls weg. Er pumpte anschließend mein Rad wieder auf, und ich konnte weiterfahren.
Man trifft doch immer wieder hilfsbereite Radfahrer, wenn man auf Tour ist. So eine kleine Zange muss ich mir auch zulegen. Die kann man immer wieder brauchen.
Ja, diese 18 % hatte ich auch beim Bergauffahren! Allerdings war es nur ein kurzer Anstieg. In der Nähe von Imst beobachtete ich einen Paddel-Kurs.
Mittagspause machte ich bei einer Autobahnraststation, die man auch vom Radweg aus erreichen konnte.
In Landeck verließ ich den Inn und somit auch den Radweg und fuhr die Sanna, einen Nebenfluss des Inns, auf der B171 entlang weiter.
Die Sanna entsteht aus dem Zusammenfluss von Rosanna und Trisanna bei Schloss Wiesburg. Die Rosanna fließt durch das Stanzertal, die Trisanna entspringt in der Silvretta und durchfließt das Paznaun. Ich fuhr ab dem Zuasammenfluss die Trisanna entlang weiter oder in anderen Worten, ich bog ins Paznauntal ein und fuhr auf der B188, der Silvrettastraße, weiter.
Auf der Silvrettastraße musste ich gleich 3 mal durch einen Tunnel fahren, da es keine Umfahrung gibt! Gleich der erste war 460m lang geschlossen und danach noch weitere 550m halboffen. Einen ganzen km lang in einer Röhre zu fahren, die nach allen Seiten hin ohrenbetäubend hallt, wenn ein Auto in den Tunnel einfährt, und nur schwach beleuchtet ist, macht ein mulmiges Gefühl, obwohl mein Fahrrad gut beleuchtet ist.
Auf den letzten 25 km hörte der Regen gar nicht mehr auf. Ischgl erreichte ich um 17 Uhr 30 und suchte gleich mein Hotel auf.
Gesamtstrecke 107,98 km
Zeit in Bewegung 6 h 48'
Gesamtzeit 9 h 25'
Temperatur in der Früh 11 °C, ansonsten um die 20 °C
anfangs bewölkt, zeitweise aufgelockert, immer wieder Regen, vor allem am Nachmittag
Summe aller Steigungen: 1.104 m
Höhe Innsbruck: 582 m ü NHN
Höhe Ischgl: 1.362 m ü NHN
Zeit in Bewegung 6 h 48'
Gesamtzeit 9 h 25'
Temperatur in der Früh 11 °C, ansonsten um die 20 °C
anfangs bewölkt, zeitweise aufgelockert, immer wieder Regen, vor allem am Nachmittag
Summe aller Steigungen: 1.104 m
Höhe Innsbruck: 582 m ü NHN
Höhe Ischgl: 1.362 m ü NHN



















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