Ischgl bis Lustenau:
JA! Ich bin im Ländle. Und wie bin ich ins Ländle gelangt? Über eine Traumstraße. Die Silvretta Hochalpenstraße. Ein Wahnsinn von einer Straße!
Dazu ein bissl Hintergrundinformation:
Die Silvretta Hochalpenstraße ist ein wahres Meisterwerk im Gebirge. Für mich vergleichbar und genauso beeindruckend wie die Großglockner Hochalpenstraße, nur mit einem etwas anderen Hintergrund und einer etwas anderen Geschichte.
Die 22,3 km lange Mautstraße der Illwerke - Vorarlbergs dritte Verbindung zu Tirol - entstand im Zuge des Kraftwerkbaus. Sie wurde in Etappen realisiert. Erstmals zwischen 1925 und 1930 wurde b eim Bau des Vermuntwerks das Gebiet von Partenen zur Bielerhöhe mit Materialbahnen erschlossen.
Das erste Teilstück der Alpenverbindung entstand jedoch 1938 beim Bau von Obervermuntwerk und Silvrettaspeicher als Baustraße zwischen Vermuntsee und Bielerhöhe. Ab 1947 setzten die Illwerke den Ausbau an der Oberen Ill und mit Bachüberleitungen aus dem Paznaun fort. Für die massiven Baustellentransporte wurde der historische Viehtrieb von der Bielerhöhe durchs Kleinvermunt nach Galtür zu einer Werkstraße verbreitert. Nun war das Fundament der Ostrampe nach Tirol gelegt. Der schwierigste Teil der Strecke zwischen Partenen und Vermunt fehlte aber 1951 noch. Mit einem riesigen Bagger vom Staumauerbau wurde die spektakuläre Trasse - abwärts - durchs Steilgelände gebahnt.
Und damit war eine durchgehende Straße von Partenen nach Galtür geschaffen, die am 23. Juni 1954 für den öffentlichen Verkehr freigegeben wurde. Bis 1961 wurde sie zweispurig ausgebaut.
Es war einmal ...
Heute ist die Straße natürlich asphaltiert, verbreitert und wird laufend gewartet.
So viel zur Geschichte. Ich bin heute ENDLICH bei besten Wetterbedingungen nach dem Frühstück losgefahren. Etwas frisch war es, 7 °C, anfangs noch ein wenig wolkenverhangen. Aber man konnte sehen, dass sich der blaue Himmel durchsetzen würde. Die Sonne schien. Perfekt!
Der Anstieg war anfangs die Fortsetzung von gestern. Es ging moderat bergauf. Ab und zu hatte ich ein kurzes steileres Stück. Aber meistens blieb es bei 3 bis 5 % Steigung, so dass ich nur allmählich an Höhe gewann.
Nach der Mautstelle ging es etwas zügiger bergauf. Die letzten Wolken verschwanden allmählich. Und ich konnte die Bergwelt und die Natur bewundern.
Richtig knackig wurden erst die letzten 200 Höhenmeter mit einem Steigungsgrad von bis zu 13 %. Trotzdem muss ich sagen, erst bei der Abfahrt auf der Vorarlberger Seite konnte ich einen Vergleich ziehen. Die drübere Seite ist die wesentlich schwierigere. Ich hatte die leichtere Variante.
Und nun war ich in Vorarlberg. Nach knapp 20 km seit Ischgl erreichte ich die Passhöhe - die Bielerhöhe. Keine Wolke mehr am Himmel. Richtig kitschig sah das Blau aus :-)
Die Abfahrt auf der Vorarlberger Seite war ein richtiges Erlebnis! 32 Kehren, alpine Kulisse, dazu ein Traumwetter. Gott sei Dank waren kaum Autos unterwegs. Ich konnte die Abfahrt richtig genießen und blieb auch ein paarmal stehen, um Fotos zu machen.
Nach der zweiten Mautstelle war es vorbei mit den Kehren. Aber bergab fuhr ich noch eine ganze Weile. Mein Navi zeigt mir einen negativen Höhenunterschied von insgesamt 1.785 m an!
In Bludenz verließ ich die B188, die Montafoner Straße, wie sie in Vorarlberg heißt, und fuhr auf dem Radweg an der Ill weiter.
Mein Hotel in Lustenau erreichte ich um 17 Uhr 40.
Gesamtstrecke 110,52 km
Zeit in Bewegung 7 h 05'
Gesamtzeit 9 h 43'
Temperatur in der Früh 7 °C, auf der Bielerhöhe 5 °C, ansonsten zunehmend wärmer mit bis zu 24 °C
nur anfangs etwas wolkenverhangen, ansonsten sonnig
Summe aller Steigungen: 920 m
Höhe Ischgl: 1.362 m ü NHN
Höhe Lustenau: 402 m ü NHN
Zeit in Bewegung 7 h 05'
Gesamtzeit 9 h 43'
Temperatur in der Früh 7 °C, auf der Bielerhöhe 5 °C, ansonsten zunehmend wärmer mit bis zu 24 °C
nur anfangs etwas wolkenverhangen, ansonsten sonnig
Summe aller Steigungen: 920 m
Höhe Ischgl: 1.362 m ü NHN
Höhe Lustenau: 402 m ü NHN























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen