Lustenau bis Steeg:
Ist schon einmal jemand auf der Südosttangente in Wien Rad gefahren? Schlimmer kann es auf der Tangente auch nicht sein als bei meiner heutigen Fahrt auf der B200.
Aber alles der Reihe nach. Der Sommer ist zurück :-) Herrlich! In der Früh hatte es 8 Grad. Aber der Wetterbericht zeigte auch heute wieder Sonne, Sonne und nochmal Sonne. Ich suchte den kürzesten Weg zum Radweg und fuhr gleich Richtung Bregenz. Nach ca. 14 km war ich am Bodensee! Ich war schon viele Male am Bodensee, bin auch schon zweimal mit dem Rad rundherum gefahren. Aber mit dem Rad von Wien zum Bodensee ist Premiere!
Anschließend kehrte ich dem Bodensee und Bregenz den Rücken zu und fuhr in östlicher Richtung. Der Bregenzerwald war mein Ziel. Anfangs war ich noch auf Nebenstraßen unterwegs.
In Schwarzach bog ich in die B7 ein und musste feststellen, dass hier ganz schön viele Autos und LKWs fuhren. Ich mitten drin, Radwege gab es nicht immer. Oft fuhr ich auf der Straße. Auch durch einen längeren Tunnel musste ich fahren, da es keine Umfahrung gab. Es sollte nicht der einzige bleiben.
Kurz nach Schwarzach bog ich in die B200 ein. Und ab da war ich in der Hölle. LKWs, Autos, Busse, Motorräder. Ganz Vorarlberg war auf der B200 unterwegs. Und das mit überhöhter Geschwindigkeit. Die LKWs fuhren meistens SEHR knapp an mir vorbei. Am rücksichtsvollsten waren immer die Motorradfahrer. In den Tunnels hallte es ohrenbetäubend, wenn ein Auto oder ein LKW hineinfuhr. Ich hörte das Getose immer schon lange vorher. Ich fuhr heute durch insgesamt 18 Tunnels oder Galerien (wenn ich mich nicht verzählt habe). Der längste Tunnel war fast 1 km lang. Einige Tunnels waren teils Galerien und teils geschlossene Röhren. Die Tunnels, die für Radfahrer gesperrt waren, hab ich dabei gar nicht mitgerechnet. Einige konnte bzw. musste ich umfahren. Einer der Tunnels hatte eine eigene Fahrradspur. Sehr nett, trotzdem hallte es, wenn Fahrzeuge hineinfuhren.
Ein Ausnahmebild - B200 mit Radweg!
Seitdem ich Bregenz verlassen hatte, ging es moderat bergauf. Meistens fuhr ich die Bregenzer Ach entlang. Ab und zu überquerte ich sie auch. Ein knackiger Anstieg war ebenfalls dabei, danach ging es allerdings wieder bergab. Und mein Strampeln war umsonst. Sogar in den Tunnels ging es meistens leicht bergauf. In Au ließ der LKW-Verkehr ein wenig nach. Autos, Motorräder und Busse waren jedoch weiterhin unterwegs. Ich machte in Au eine kleine Mittagspause.
Ab Bad Hopfreben wurde der Anstieg allmählich markanter, ich hatte zeitweise einen Steigungsgrad von bis zu 10 %.
Auf den letzten Kilometern bzw. auf den letzten 450 Höhenmetern wurde der Anstieg zäh, und der Steigungsgrad betrug bis zu 13 %. Den Hochtannbergpass erreichte ich um 17 Uhr.
Ganz unspektakulär und unscheinbar wirkte das Passtaferl. Da kenn ich ganz andere Taferln. Wenigstens hatte ich hier auf den letzten Metern gar keine LKWs mehr, und auch die Autos und Motorräder machten sich allmählich rar, so dass ich die Abfahrt genießen konnte. Ja! Von nun an ging's bergab :-))
Eigentlich war oder wäre diese Etappe ein absolutes Highlight. Die Landschaft war ein Traum, das Wetter passte. Wenn nur die vielen LKWs, Autos, Busse und Motorräder nicht gewesen wären. Der starke Verkehr fast bis zur Passhöhe machten die Etappe teilweise zu einer Horrorfahrt. Leider!
Gesamtstrecke 93,76 km
Zeit in Bewegung 7 h 36'
Gesamtzeit 10 h 00'
Temperatur in der Früh 8 °C, ansonsten um die 23 °C
Sonne pur
Summe aller Steigungen: 1.592 m
Höhe Lustenau: 402 m ü NHN
Höhe Steeg: 1.112 m ü NHN
Zeit in Bewegung 7 h 36'
Gesamtzeit 10 h 00'
Temperatur in der Früh 8 °C, ansonsten um die 23 °C
Sonne pur
Summe aller Steigungen: 1.592 m
Höhe Lustenau: 402 m ü NHN
Höhe Steeg: 1.112 m ü NHN



















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